My-Khe-Strand in Đà Nẵng bei klarer Mittagssonne mit hellem Sand, sanften Wellen und modernen Hotels entlang der Küste.

My-Khe-Strand

My-Khe-Strand in Đà Nẵng – Lage, Wasserqualität, beste Reisezeit und ehrliche Einschätzung

Einleitung

Der My-Khe-Strand in Đà Nẵng gehört zu den bekanntesten Stränden Vietnams. Auf Fotos wirkt er weit, hell und fast endlos – eine lange Linie aus feinem Sand, davor das offene Meer, dahinter moderne Hotels und eine breite Küstenstraße. Viele verbinden mit ihm klare Wellen, Sonnenaufgänge über dem Wasser und lange Spaziergänge entlang der Promenade.

Gleichzeitig stehen ganz praktische Fragen im Raum: Kann man dort sicher schwimmen? Wie sauber ist das Wasser wirklich? Ist der Strand überlaufen oder findet man ruhige Abschnitte? Und wann ist die beste Reisezeit für einen Aufenthalt am Meer in Đà Nẵng?

Der My-Khe-Strand liegt direkt östlich des Stadtzentrums von Đà Nẵng und ist vom internationalen Flughafen in wenigen Minuten erreichbar. Kaum ein anderer Strand in Vietnam ist so nah an einer Großstadt und gleichzeitig so weitläufig. Genau diese Kombination macht ihn interessant – und sorgt dafür, dass Erwartungen und Realität manchmal auseinanderliegen.

Historisch wurde dieser Küstenabschnitt im englischsprachigen Raum als „China Beach“ bekannt, besonders während des Vietnamkriegs. Heute ist dieser Name vor Ort kaum noch gebräuchlich, hat aber zur internationalen Bekanntheit beigetragen. Der heutige My-Khe-Strand ist Teil einer modernen Küstenentwicklung mit Hotels, Restaurants, markierten Badezonen und öffentlichem Zugang.

Morgens nutzen viele Einheimische den Strand für Sport und Schwimmen, tagsüber mischen sich Reisende darunter, am späten Nachmittag kommen Familien und Spaziergänger. Je nach Abschnitt wirkt die Atmosphäre lebendig oder erstaunlich ruhig.

Entscheidend ist daher nicht nur die Frage, ob der My-Khe-Strand schön ist, sondern unter welchen Bedingungen er seine Stärken ausspielt: Welche Monate bieten ruhige See? Wie steht es um Wasserqualität und Strömungen? Wie stark ist die Bebauung? Und wie ordnet er sich im Vergleich zu Nha Trang oder Phú Quốc ein?

Der folgende Artikel gibt eine klare, realistische Einordnung des My-Khe-Strandes – mit Blick auf Lage, Sicherheit, Reisezeit und Atmosphäre.


Wo liegt der My-Khe-Strand genau – und wie kommt man hin?

Der My-Khe-Strand verläuft entlang der östlichen Küste von Đà Nẵng. Zwischen dem Han-Fluss und der Sơn-Trà-Halbinsel öffnet sich hier ein mehrere Kilometer langer Küstenstreifen mit direktem Zugang zur Stadt. Wer in der Innenstadt von Đà Nẵng wohnt, erreicht das Meer in wenigen Minuten über eine der großen Brücken, die den Fluss überspannen.

Vom internationalen Flughafen Đà Nẵng aus dauert die Fahrt zum My-Khe-Strand je nach Verkehr etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Die Distanz ist kurz, was für viele Reisende angenehm ist: Nach der Landung steht man schnell mit den Füßen im Sand. Ein Taxi oder ein Ride-Hailing-Dienst bringt Besucher direkt bis zur Küstenstraße. Die Preise bewegen sich im üblichen städtischen Rahmen für kurze Strecken innerhalb Đà Nẵng.

Der Strand selbst ist kein klar abgegrenzter, eingezäunter Bereich. „My Khe“ bezeichnet einen längeren Küstenabschnitt, der sich südlich der Sơn-Trà-Halbinsel entlangzieht. In der Praxis wird der Name oft für den zentralen Strandbereich östlich des Stadtzentrums verwendet, insbesondere rund um die Võ Nguyên Giáp Straße. Weiter südlich geht der Küstenstreifen allmählich in Richtung Non Nước Beach über. Die Übergänge sind fließend, was dazu führt, dass unterschiedliche Karten und Reiseführer leicht variierende Längenangaben machen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Non Nước Beach liegt weiter südlich, näher an den Marmorbergen. Wer am My-Khe-Strand wohnt, befindet sich näher am Stadtzentrum von Đà Nẵng. Non Nước wirkt in manchen Abschnitten ruhiger und resortlastiger, während My Khe stärker in das städtische Leben eingebunden ist.

Die Küstenstraße ist breit ausgebaut, mit Gehwegen, Grünflächen und regelmäßigen Zugängen zum Strand. Zwischen Straße und Wasser liegen keine geschlossenen Hotelanlagen mit Privatabschnitten. Der Zugang bleibt öffentlich. Wer mit dem Roller unterwegs ist, findet entlang der Straße zahlreiche Parkmöglichkeiten. Auch Fahrräder werden häufig genutzt, da das Gelände flach ist und die Strecke übersichtlich verläuft.

Zu Fuß ist der Strand ebenfalls gut erreichbar, sofern man in einem der östlichen Stadtteile wohnt. Von der Innenstadt aus benötigt man allerdings etwas mehr Zeit, da der Han-Fluss überquert werden muss. Viele Unterkünfte befinden sich direkt in Strandnähe, sodass der Weg morgens nur wenige Schritte beträgt.

Diese Lage macht den My-Khe-Strand besonders: Er ist kein abgelegener Naturstrand außerhalb der Stadt, sondern ein urbaner Küstenraum mit direkter Anbindung an Infrastruktur, Gastronomie und Hotels – und genau das prägt seinen Charakter.


Ruhiger Abschnitt des My-Khe-Strandes mit weitem Sandstrand und Blick Richtung Sơn-Trà-Halbinsel.

Wie sieht der Strand wirklich aus? Sand, Wasser und Atmosphäre

Der My-Khe-Strand wirkt auf den ersten Blick großzügig. Der Sandstreifen ist breit, hell und über weite Strecken erstaunlich eben. Bei Ebbe öffnet sich noch mehr Fläche, bei Flut rückt das Wasser näher an die Promenade heran, ohne den Charakter zu verändern. Der Sand ist fein und weich, ohne grobe Kiesanteile. Barfußlaufen fühlt sich angenehm an, selbst bei längeren Spaziergängen.

Das Meer zeigt je nach Jahreszeit unterschiedliche Farben. In der Trockenzeit erscheint das Wasser oft klar mit einem leichten Türkiston, besonders bei ruhiger See und gutem Licht. In den windreicheren Monaten kann es trüber wirken, mit stärkerer Brandung und dunklerem Blau. Die Sicht unter Wasser ist nicht mit tropischen Inseln wie Phú Quốc vergleichbar, dennoch eignet sich der Strand gut zum Baden und Spielen im flachen Bereich.

Ein prägendes Element ist die Weite. Selbst wenn sich viele Menschen am Strand aufhalten, verteilt sich die Menge auf eine große Fläche. Dadurch entsteht selten ein Gefühl von Enge. Morgens sieht man vor allem Einheimische, die schwimmen oder Gymnastik machen. Gruppen stehen im Kreis, führen gemeinsame Übungen aus oder laufen am Wasserrand entlang. Später am Tag kommen Reisende hinzu, legen sich in den Sand oder mieten eine Liege in der Nähe der Promenade.

Die Bebauung hinter dem Strand ist deutlich sichtbar. Entlang der Küstenstraße reihen sich Hotels unterschiedlicher Kategorien, Cafés und Restaurants aneinander. Hochhäuser prägen das Bild stärker als an vielen anderen Stränden Vietnams. Gleichzeitig bleibt der Blick aufs Meer offen, da zwischen Straße und Wasser keine geschlossenen Anlagen stehen.

Wer es ruhiger mag, findet weiter nördlich oder südlich weniger frequentierte Abschnitte. Dort stehen weniger Liegen, die Abstände zwischen den Gruppen sind größer, und die Geräuschkulisse reduziert sich auf Wind und Wellen. Im zentralen Bereich hingegen ist mehr Bewegung: Straßenverkehr im Hintergrund, Musik aus Strandbars, Händler, die Getränke oder kleine Snacks anbieten.

Die Atmosphäre schwankt also je nach Abschnitt und Tageszeit. My Khe kann lebendig und städtisch wirken oder überraschend entspannt, wenn man die passenden Stunden wählt. Genau diese Mischung unterscheidet ihn von abgeschiedenen Naturstränden – er ist Teil einer Stadt, und das sieht und spürt man.


Kann man am My-Khe-Strand schwimmen? Sicherheit, Strömungen und Flaggen

Grundsätzlich eignet sich der My-Khe-Strand gut zum Schwimmen. Der Meeresboden fällt in vielen Abschnitten relativ sanft ab, sodass man einige Meter ins Wasser gehen kann, bevor es deutlich tiefer wird. Gerade in der Trockenzeit, wenn das Meer ruhiger ist, sind die Bedingungen angenehm für längeres Baden.

Entlang der zentralen Strandabschnitte sind Badezonen markiert. Bojen im Wasser zeigen an, wo Schwimmen vorgesehen ist. In diesen Bereichen sind tagsüber Rettungsschwimmer im Einsatz. Sie beobachten das Geschehen vom Strand aus und greifen ein, wenn sich Personen zu weit hinausbewegen oder die Strömung stärker wird.

Die Sicherheit hängt stark von der Jahreszeit ab. Zwischen etwa März und August sind die Wellen in der Regel moderat, das Meer wirkt ruhiger, und viele Menschen gehen regelmäßig ins Wasser. In den Monaten mit stärkerem Wind – besonders zwischen Oktober und Januar – kann die Brandung deutlich kräftiger sein. Dann entstehen höhere Wellen und zeitweise stärkere Strömungen. In solchen Phasen werden rote Flaggen gesetzt, die anzeigen, dass Baden riskant ist oder nur eingeschränkt erfolgen sollte.

Kinder können in ruhigen Monaten im flacheren Bereich planschen, sollten aber nie unbeaufsichtigt ins Wasser gehen. Auch für geübte Schwimmer gilt: Die markierten Zonen einhalten und sich nicht zu weit von der Küste entfernen. Offene See bedeutet wechselnde Bedingungen. Strömungen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Gelegentlich wird über sogenannte Rip-Strömungen berichtet – schmale Bereiche, in denen Wasser stärker zurück ins Meer zieht. Sie treten vor allem bei höherer Brandung auf. Wer in eine solche Strömung gerät, sollte nicht direkt gegen sie anschwimmen, sondern sich seitlich orientieren, bis die Kraft nachlässt. Die Rettungsschwimmer sind mit diesen Situationen vertraut und beobachten entsprechende Stellen aufmerksam.

Zusammengefasst: Schwimmen am My-Khe-Strand ist in weiten Teilen des Jahres problemlos möglich, sofern man auf Flaggen, Markierungen und Hinweise achtet. In der Regen- und Taifunzeit können die Bedingungen anspruchsvoller sein. Dann steht weniger das entspannte Baden im Vordergrund, sondern das Beobachten der Wellen vom Strand aus.


Markierte Badezone am My-Khe-Strand mit Bojen und Rettungsschwimmer bei ruhiger See.

Wie sauber ist der My-Khe-Strand? Wasserqualität realistisch betrachtet

Der My-Khe-Strand gilt im Vergleich zu vielen urbanen Küstenabschnitten in Südostasien als gepflegt. Morgens sieht man regelmäßig Reinigungsteams, die Abfälle einsammeln und den Sandbereich kontrollieren. Besonders in den zentralen Strandabschnitten nahe der Promenade wird auf Sauberkeit geachtet, da hier die meisten Besucher unterwegs sind.

Der Sand selbst ist in der Regel sauber und frei von größeren Verschmutzungen. Plastik oder Treibgut treten nicht flächendeckend auf, sondern eher punktuell – vor allem nach stürmischen Tagen oder in der Regenzeit, wenn Flüsse mehr Material ins Meer tragen. In solchen Phasen kann der Strand kurzfristig unordentlicher wirken, bis die Stadt wieder aufräumt.

Die Wasserqualität wird unterschiedlich wahrgenommen, je nach Saison und Wetterlage. In den Monaten mit ruhiger See wirkt das Wasser klarer, mit sichtbarem Untergrund im flacheren Bereich. Bei stärkerem Wind oder nach längeren Regenperioden kann das Meer trüber erscheinen. Das bedeutet nicht automatisch eine hygienische Belastung, sondern ist oft auf aufgewirbelten Sand zurückzuführen.

Vereinzelt werden Phasen beschrieben, in denen das Wasser unangenehm riecht oder mehr organisches Material enthält. Solche Situationen scheinen zeitlich begrenzt zu sein und stehen meist im Zusammenhang mit Wetterverhältnissen oder Strömungen. Ein dauerhaft verschmutzter Eindruck wird in aktuellen Berichten nicht bestätigt.

Da My Khe direkt an eine wachsende Großstadt grenzt, ist eine gewisse Sensibilität für Umweltfragen nachvollziehbar. Gleichzeitig lebt Đà Nẵng stark vom Tourismus, weshalb die Stadtverwaltung ein Interesse an einem gepflegten Küstenbild hat. Im Alltag zeigt sich das durch regelmäßige Reinigung und sichtbare Präsenz von Personal in den zentralen Bereichen.

Wer absolute Transparenz und karibische Klarheit erwartet, wird Unterschiede feststellen. Wer einen städtischen Strand mit überwiegend sauberem Sand und überwiegend gut nutzbarem Wasser sucht, findet hier meist stabile Bedingungen. Wie an vielen offenen Meeresküsten schwankt der Eindruck je nach Jahreszeit und Tagesform des Meeres.


Beste Reisezeit für den My-Khe-Strand

Die Bedingungen am My-Khe-Strand verändern sich im Laufe des Jahres spürbar. Wer einen Aufenthalt in Đà Nẵng plant und möglichst viel Zeit am Meer verbringen möchte, sollte die saisonalen Unterschiede kennen.

Als stabilste Phase gilt in der Regel der Zeitraum zwischen März und August. In diesen Monaten ist das Wetter überwiegend trocken, die Temperaturen steigen deutlich an, und das Meer zeigt sich häufig ruhiger. Die Wellen sind moderat, das Wasser wirkt klarer, und längere Strandtage sind problemlos möglich. Besonders zwischen April und Juli sind Sonne und Sichtverhältnisse günstig. Der Strand ist dann lebendig, ohne zwangsläufig überfüllt zu wirken, da sich Besucher auf mehrere Kilometer verteilen.

Ab etwa September beginnt die Übergangszeit. Der Wind nimmt zu, Niederschläge werden häufiger, und das Meer reagiert mit stärkerer Brandung. Zwischen Oktober und Januar liegt die eigentliche Regen- und Taifunphase in Zentralvietnam. In diesen Monaten können hohe Wellen auftreten, die Strömungen werden kräftiger, und rote Flaggen sind häufiger zu sehen. Schwimmen ist dann nicht dauerhaft möglich, sondern stark von den Tagesbedingungen abhängig.

Auch in der Regenzeit bleibt der Strand zugänglich. Spaziergänge sind weiterhin möglich, und an windstillen Tagen zeigt sich das Meer ruhig. Wer jedoch gezielt wegen des Badens nach Đà Nẵng reist, findet zwischen März und August die verlässlichsten Voraussetzungen.

Die Temperaturen bewegen sich ganzjährig im warmen Bereich. Selbst in den kühleren Monaten sinken sie selten in Bereiche, die Strandaufenthalte unangenehm machen. Entscheidend ist weniger die Lufttemperatur als der Zustand des Meeres.

Ein Aufenthalt im Dezember oder Januar kann reizvoll sein, wenn man mit wechselhaften Bedingungen rechnet und das Meer eher als Kulisse denn als Badeort betrachtet. Für klassisches Schwimmen, längeres Planschen und ruhige See eignet sich hingegen das späte Frühjahr bis zum Hochsommer deutlich besser.

Die Wahl der Reisezeit bestimmt also maßgeblich, wie der My-Khe-Strand erlebt wird: als ruhiger Badeort mit klarer See oder als offene Küste mit kraftvollen Wellen.


Infrastruktur: Liegen, Duschen, Hotels und Promenade

Der My-Khe-Strand ist vollständig öffentlich zugänglich. Es gibt keine geschlossenen Hotelanlagen mit abgesperrten Strandabschnitten. Zwischen Küstenstraße und Meer liegen offene Zugänge, die in regelmäßigen Abständen auf den Sand führen. Jeder kann den Strand betreten, unabhängig davon, ob er in einem Hotel wohnt oder nicht.

Entlang der zentralen Abschnitte werden Liegen und Sonnenschirme vermietet. Die Preise variieren je nach Saison und Anbieter, bewegen sich jedoch im üblichen Rahmen für vietnamesische Strandorte. Wer keine Liege mieten möchte, kann sich frei mit einem Handtuch in den Sand legen. Besonders weiter nördlich oder südlich finden sich Abschnitte ohne dicht gestellte Liegenreihen.

Öffentliche Duschen sind vorhanden, meist nahe der Hauptzugänge. Sie dienen vor allem dazu, Sand abzuspülen. Toiletten befinden sich eher in der Nähe größerer Strandabschnitte oder in angrenzenden Cafés und Restaurants. Viele Besucher kombinieren den Strandaufenthalt mit einem Getränk oder einer Mahlzeit in einem der Lokale entlang der Küstenstraße.

Die Promenade entlang der Võ Nguyên Giáp Straße ist breit ausgebaut. Palmen, Grünflächen und Gehwege trennen den Strand vom Verkehr. Morgens sieht man hier Läufer, am Abend Spaziergänger und Familien. Die Straße selbst ist stark befahren, was den urbanen Charakter unterstreicht. My Khe ist kein abgelegener Naturstrand, sondern Teil einer aktiven Küstenstadt.

Direkt hinter der Promenade stehen zahlreiche Hotels. Die Bandbreite reicht von einfachen Unterkünften bis zu internationalen Vier- und Fünf-Sterne-Häusern. Viele Zimmer bieten Meerblick. Wer „Hotels direkt am My Khe Strand“ sucht, findet hier eine hohe Dichte an Angeboten. Die Nähe zum Flughafen und zur Innenstadt macht diese Lage attraktiv.

Restaurants, Cafés und kleinere Bars verteilen sich entlang der Küste. Das Angebot reicht von vietnamesischer Küche bis zu internationalen Gerichten. Abends entsteht in manchen Abschnitten eine lebendigere Stimmung, während andere Bereiche vergleichsweise ruhig bleiben.

Insgesamt bietet der My-Khe-Strand eine gut ausgebaute Infrastruktur mit städtischem Komfort. Wer Service, kurze Wege und vielfältige Unterkunftsmöglichkeiten schätzt, findet hier passende Bedingungen.


Promenade und Hotels am My-Khe-Strand in Đà Nẵng entlang der Küstenstraße Võ Nguyên Giáp.
Weitere Informationen auf anderen Seiten:

🔗 My Khe Beach gilt als einer der schönsten Stadtstrände Vietnams
https://faszination-suedostasien.de/da-nang-tipps/
Der weiße Sandstrand My Khe wird in Reiseführern als eine der Hauptattraktionen von Da Năng beschrieben – mit langen Sandflächen, Palmen und modernem Umfeld, ideal für Sonnenbaden und Strandtage.

🔗 Top-Strandliste Vietnam – Platzierung von My Khe Beach
https://vietnam-asien-tour.de/vietnam-strand/
In einem deutschsprachigen Strand-Guide wird My Khe Beach unter die Top 5 schönsten Strände Vietnams eingeordnet, inklusive kurzer Einordnung zur Lage und Charakteristik.

🔗 TripAdvisor-Bewertungen zum My Khe Beach
https://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g298085-d7687457-Reviews-My_Khe_Beach-Da_Nang.html
Deutschsprachige Gäste beschreiben den Strand als weitläufig und feinsandig, mit Möglichkeiten zum Baden und spazierengehen – auch wenn einige Abschnitte flach ins Meer gehen.


Warum wurde der My-Khe-Strand früher „China Beach“ genannt?

Der Name „China Beach“ taucht vor allem in englischsprachigen Berichten über den Vietnamkrieg auf. Gemeint ist damit derselbe Küstenabschnitt, der heute als My-Khe-Strand bekannt ist. Während des Krieges nutzten US-Soldaten Teile dieser Küste als Erholungsort. Von den Militärbasen in der Region war der Strand schnell erreichbar, sodass er als Freizeit- und Badeplatz diente.

Die Bezeichnung „China Beach“ entstand vermutlich aus der geografischen Orientierung: Das Meer vor der Küste ist Teil des Südchinesischen Meeres. Für amerikanische Soldaten war der Name einfach auszusprechen und einprägsam. In Vietnam selbst war diese Bezeichnung nie offiziell verankert. Der lokale Name My Khe blieb bestehen.

In westlichen Medien und Reiseberichten hielt sich „China Beach“ jedoch über Jahre. Auch eine amerikanische Fernsehserie aus den späten 1980er-Jahren griff den Namen auf und verstärkte seine Bekanntheit. Dadurch wurde der Strand international stärker wahrgenommen, obwohl sich die Nutzung und das Umfeld längst verändert hatten.

Heute ist der Begriff vor Ort kaum gebräuchlich. In Đà Nẵng spricht man vom My-Khe-Strand oder bezeichnet die Küste nach den jeweiligen Abschnitten. Für Reisende taucht der historische Name gelegentlich noch in älteren Artikeln oder Dokumentationen auf.

Der heutige Charakter des Strandes hat mit seiner militärischen Vergangenheit wenig gemein. Wo früher Soldaten Erholung suchten, stehen heute Hotels, Cafés und moderne Wohnhäuser. Der Strand ist öffentlich, frei zugänglich und Teil des alltäglichen Lebens in Đà Nẵng.

Der historische Kontext erklärt, warum der Küstenabschnitt international schon früh bekannt war. Für die aktuelle Reiseplanung spielt der Name „China Beach“ jedoch keine praktische Rolle mehr. Entscheidend ist, wie sich der My-Khe-Strand heute präsentiert – als urbaner, weitläufiger Strand mit direkter Anbindung an eine wachsende Küstenstadt.


Lohnt sich der My-Khe-Strand wirklich? Vergleich mit anderen Stränden in Vietnam

Ob sich der My-Khe-Strand lohnt, hängt stark davon ab, was man erwartet. Er ist kein abgelegener Naturstrand ohne Bebauung, sondern Teil einer aktiven Großstadt. Genau darin liegt seine Stärke – und für manche auch seine Schwäche.

Im Vergleich zu Nha Trang wirkt My Khe weniger kompakt und etwas großzügiger verteilt. Nha Trang hat eine ausgeprägte touristische Infrastruktur mit dichter Bebauung entlang der Bucht. My Khe erscheint offener, mit mehr Platz zwischen den Strandnutzern. Gleichzeitig fehlt hier die markante Buchtform, die Nha Trang optisch einrahmt.

Im Vergleich zu Phú Quốc zeigt sich ein anderer Unterschied: Phú Quốc bietet tropischere Szenerien mit dichter Vegetation und ruhigerem Inselgefühl. My Khe ist urbaner, moderner und direkter mit dem Stadtleben verbunden. Wer Wert auf kurze Wege zwischen Hotel, Café und Strand legt, findet in Đà Nẵng sehr praktische Bedingungen. Wer hingegen abgelegene Buchten sucht, wird auf einer Insel eher fündig.

Cửa Đại bei Hội An liegt ebenfalls in Zentralvietnam, wirkt aber in manchen Abschnitten stärker von Erosion betroffen und weniger städtisch organisiert. My Khe präsentiert sich stabiler ausgebaut, mit breiter Küstenstraße und klar strukturierter Promenade.

Für Familien eignet sich der Strand in ruhigen Monaten gut, da der Einstieg ins Wasser vielerorts flach ist. Für Reisende, die neben dem Strand auch Stadtleben, Restaurants und Ausflüge schätzen, ist My Khe eine sinnvolle Basis. Sehenswürdigkeiten wie die Marmorberge, die Golden Bridge oder die Sơn-Trà-Halbinsel sind von hier aus schnell erreichbar.

Weniger geeignet ist der Strand für Menschen, die absolute Ruhe oder unberührte Natur erwarten. Die Hotelkulisse ist sichtbar, Verkehr ist hörbar, und in zentralen Abschnitten herrscht Bewegung.

Zusammengefasst lohnt sich der My-Khe-Strand besonders für Reisende, die einen gut erreichbaren, weitläufigen Stadtstrand mit solider Infrastruktur suchen. Er ist kein abgeschiedener Geheimtipp, sondern ein offener, funktionierender Küstenraum in einer der dynamischsten Städte Zentralvietnams.


Fazit

Der My-Khe-Strand verbindet städtische Infrastruktur mit mehreren Kilometern offenem Sandstrand. Seine Lage nahe am Flughafen und am Zentrum von Đà Nẵng macht ihn leicht zugänglich. In der Trockenzeit bietet er stabile Bedingungen zum Schwimmen, während die Regen- und Taifunmonate stärker vom Zustand des Meeres abhängen.

Der Strand ist überwiegend sauber, öffentlich zugänglich und mit markierten Badezonen ausgestattet. Die Atmosphäre variiert je nach Abschnitt und Tageszeit – von sportlich und lebendig am Morgen bis ruhiger am Abend.

Wer einen urbanen Strand mit guter Erreichbarkeit sucht, findet hier passende Voraussetzungen. Wer völlige Abgeschiedenheit erwartet, wird andere Küstenabschnitte bevorzugen. My Khe zeigt sich nicht als exotische Postkartenkulisse, sondern als funktionaler, weitläufiger Strand im direkten Kontakt mit einer wachsenden Küstenstadt.

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