Linh-Ung-Pagode
Linh-Ung-Pagode in Đà Nẵng – Lady Buddha auf der Sơn-Trà-Halbinsel
Einleitung
Die Linh-Ung-Pagode liegt auf der Sơn-Trà-Halbinsel nordöstlich von Đà Nẵng und ist schon aus der Ferne sichtbar. Wer vom Stadtzentrum Richtung Meer blickt, erkennt an klaren Tagen eine große weiße Figur über den grünen Hügeln. Dabei handelt es sich um die Lady Buddha, die zum Tempelkomplex der Linh-Ung-Pagode gehört. Der Ort verbindet Küstenlandschaft, Höhenlage und religiöse Architektur auf engem Raum.
Die Sơn-Trà-Halbinsel selbst ist ein bewaldetes Gebiet, das sich wie ein natürlicher Schutzwall zwischen Stadt und Meer schiebt. Die Pagode steht auf einer Anhöhe mit freiem Blick über die Küstenlinie. Dadurch entsteht ein starker Kontrast: unterhalb breitet sich die moderne Stadt aus, während oberhalb Tempelgebäude, Statuen und Gartenanlagen dominieren. Dieser Übergang zwischen urbanem Raum und spiritueller Anlage prägt den ersten Eindruck.
Die Linh-Ung-Pagode ist nicht nur ein einzelnes Bauwerk, sondern ein weitläufiger Komplex. Breite Wege führen durch gepflegte Anlagen, vorbei an kleineren Statuen und traditionellen Gebäuden. Im Mittelpunkt steht jedoch die 67 Meter hohe Statue der Lady Buddha. Sie ist das visuelle Zentrum der Anlage und zugleich das Element, das die Pagode über die Stadt hinaus bekannt gemacht hat.
In Đà Nẵng existieren mehrere Tempel mit ähnlichen Namen, doch die Linh-Ung-Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel ist diejenige mit der markanten Großstatue direkt am Meer. Ihre Lage macht sie sowohl zu einem religiösen Ort als auch zu einem Aussichtspunkt. Besucher kommen aus unterschiedlichen Gründen hierher: einige wegen der buddhistischen Bedeutung, andere wegen der Aussicht oder der Fotomotive.
Die Kombination aus Höhe, offener Lage und klarer Sichtlinie über das Meer verleiht der Anlage eine besondere Präsenz. Während viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt selbst liegen, befindet sich dieser Tempel bewusst etwas abseits. Die Anfahrt führt über kurvige Straßen durch bewaldetes Gelände, was den Besuch zu einem eigenständigen Programmpunkt macht.
Die Linh-Ung-Pagode steht damit an einer Schnittstelle: Sie ist Teil des religiösen Lebens in Zentralvietnam und zugleich ein fester Bestandteil der touristischen Wahrnehmung von Đà Nẵng. Wer sich mit der Stadt beschäftigt, stößt zwangsläufig auf die Lady Buddha auf der Sơn-Trà-Halbinsel.
Wie hoch ist die Lady Buddha in Đà Nẵng?
Die Statue der Lady Buddha an der Linh-Ung-Pagode erreicht eine Höhe von 67 Metern. Damit gehört sie zu den höchsten buddhistischen Statuen in Vietnam. Rechnet man den Sockel hinzu, auf dem sie steht, ragt sie noch weiter über die Baumkronen der Sơn-Trà-Halbinsel hinaus. Durch diese Dimension ist sie nicht nur aus unmittelbarer Nähe beeindruckend, sondern auch aus großen Teilen der Stadt sichtbar. Besonders bei klarer Sicht lässt sich die weiße Figur deutlich über der Küstenlinie erkennen.
Die dargestellte Figur ist Quan Âm, im Buddhismus als Bodhisattva des Mitgefühls bekannt. In Vietnam nimmt Quan Âm eine zentrale Rolle im religiösen Alltag ein. Sie steht für Barmherzigkeit, Schutz und Beistand. Dass gerade diese Figur in solcher Höhe über dem Meer positioniert wurde, hat symbolische Bedeutung. Viele Einheimische sehen die Statue als schützendes Zeichen für die Küstenregion, insbesondere für Fischer und Menschen, die vom Meer leben.
Die Konstruktion der Statue ist nicht massiv aus einem Block gefertigt, sondern besteht aus einem tragenden Betonskelett mit einer äußeren Verkleidung. Im Inneren befinden sich mehrere Ebenen. Diese Innenräume sind mit buddhistischen Darstellungen und kleineren Figuren gestaltet. Besucher können im Sockelbereich Teile der Innenstruktur betreten, was die Statue nicht nur zu einem äußeren Monument, sondern auch zu einem begehbaren Bauwerk macht.
Im Vergleich zu anderen Buddha-Statuen in Vietnam fällt die Lady Buddha in Đà Nẵng vor allem durch ihre Lage auf. Während viele Großstatuen in flachen Ebenen oder in Tempelstädten stehen, erhebt sich diese Figur auf einem Hügel direkt über dem Meer. Dadurch verstärkt sich die optische Wirkung. Die Kombination aus natürlicher Höhe des Geländes und der 67 Meter hohen Statue erzeugt eine Präsenz, die weit über das unmittelbare Tempelgelände hinausreicht.
Die weiße Farbgebung trägt zusätzlich zur Sichtbarkeit bei. Sie reflektiert das Sonnenlicht stark und hebt sich klar vom grünen Hintergrund der Halbinsel ab. Selbst aus mehreren Kilometern Entfernung bleibt die Figur erkennbar. Dieser Effekt ist gewollt und macht die Lady Buddha zu einem Orientierungspunkt innerhalb der Stadtlandschaft von Đà Nẵng.
Architektur und Aufbau der Linh-Ung-Pagode
Die Linh-Ung-Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel ist mehr als die bekannte Lady-Buddha-Statue. Der gesamte Komplex ist als weitläufige Tempelanlage angelegt, die traditionelle buddhistische Architektur mit einer offenen, parkähnlichen Gestaltung verbindet. Wer das Gelände betritt, bewegt sich nicht direkt auf ein einzelnes Gebäude zu, sondern durch ein Ensemble aus Höfen, Wegen, Statuen und Hallen.
Der Haupteingang führt auf einen großzügigen Vorplatz, von dem aus mehrere Wege abzweigen. Die zentrale Tempelhalle ist klassisch gestaltet: geschwungene Dächer mit dekorativen Elementen, breite Treppenaufgänge und ein Innenraum mit Altarbereich. Dort befinden sich Buddhastatuen, Opfergaben und Räucherstäbchen. Der Innenraum ist in der Regel ruhig, auch wenn sich draußen viele Besucher aufhalten.
Um die zentrale Halle herum verteilen sich kleinere Gebäude und Schreine. Diese dienen unterschiedlichen religiösen Funktionen und sind oft weniger stark frequentiert als der Bereich rund um die Lady Buddha. Die Architektur folgt traditionellen Formen, bleibt jedoch insgesamt klar und übersichtlich. Es handelt sich nicht um eine verwinkelte Tempelstadt, sondern um eine gut strukturierte Anlage mit offenen Sichtachsen.
Der Bereich rund um die Lady Buddha ist terrassenartig angelegt. Breite Stufen führen zu verschiedenen Ebenen, von denen aus man sowohl die Statue als auch die Landschaft überblicken kann. Die Figur selbst steht auf einem erhöhten Sockel, der von einem Hof umgeben ist. Dieser Bereich ist oft der am stärksten besuchte Teil der Anlage.
Auffällig ist die Verbindung zwischen religiöser Architektur und landschaftlicher Gestaltung. Bäume, gepflegte Grünflächen und Blumenbeete sind bewusst integriert. Die Anlage wirkt dadurch weniger wie ein abgeschlossener Tempelbereich und stärker wie ein offenes Gelände mit spirituellem Zentrum.
Die klare Gliederung erleichtert die Orientierung. Besucher bewegen sich auf breiten Wegen, ohne sich zu verlieren. Gleichzeitig bleibt genug Raum, um ruhigere Bereiche abseits der Hauptachse zu entdecken. Die Linh-Ung-Pagode zeigt damit eine Form moderner Tempelarchitektur, die traditionelle Elemente aufnimmt, aber in eine offene Gesamtstruktur einbindet.
Neben der zentralen Tempelhalle und der Lady-Buddha-Statue ist die Anlage bewusst symmetrisch organisiert. Die Wegeachsen führen den Blick gezielt entweder zur Statue oder zum Meer. Diese visuelle Führung ist Teil der architektonischen Planung. Der Besucher bewegt sich nicht zufällig durch das Gelände, sondern entlang klar definierter Perspektiven.
Vor der Hauptstatue befinden sich Reihen von Arhat-Figuren, die in gleichmäßigem Abstand aufgestellt sind. Diese kleineren Statuen bilden eine visuelle Staffelung, die den Weg zur Hauptfigur rahmt. Dadurch entsteht eine hierarchische Ordnung innerhalb des Geländes.
Die Dachformen der Tempelgebäude folgen traditionellen vietnamesischen Stilmerkmalen mit geschwungenen Linien und ornamentalen Details an den Giebeln. Gleichzeitig wirkt die Gesamtanlage modern und aufgeräumt. Es gibt keine dichte Bebauung, sondern viel freien Raum zwischen den Elementen.
Die Platzierung der Lady Buddha auf einem erhöhten Sockel verstärkt ihre Wirkung zusätzlich. Der Sockel dient nicht nur als bauliche Basis, sondern als Übergang zwischen Mensch und Monument.

Lage auf der Sơn-Trà-Halbinsel und Aussicht über Đà Nẵng
Die Linh-Ung-Pagode liegt auf der Sơn-Trà-Halbinsel, einem bewaldeten Höhenzug nordöstlich des Stadtzentrums von Đà Nẵng. Die Straße dorthin führt in mehreren Kurven durch dichtes Grün nach oben. Mit zunehmender Höhe öffnet sich der Blick auf die Küstenlinie. Bereits während der Anfahrt wird deutlich, dass dieser Ort bewusst über der Stadt positioniert wurde.
Von der Anlage aus reicht der Blick weit über das Meer und die geschwungene Küste von Đà Nẵng. Bei klarer Sicht lässt sich der lange Sandstreifen von My-Khe-Strand ebenso erkennen wie Teile der Hochhäuser entlang der Küstenstraße. Der Hàn-Fluss und die markanten Brücken der Stadt sind aus dieser Perspektive nur als Elemente im Hintergrund sichtbar, während das Meer den Vordergrund dominiert.
Die Höhenlage verändert das Raumgefühl. Unten herrscht das geschäftige Tempo einer Küstenstadt, oben wirkt die Umgebung ruhiger und luftiger. Der Wind kann hier deutlich stärker sein als im Zentrum. Besonders am späten Vormittag und am Nachmittag zieht häufig eine frische Brise vom Meer herauf. Das beeinflusst nicht nur die Temperatur, sondern auch die Wahrnehmung des Ortes.
Mehrere Aussichtspunkte innerhalb der Anlage sind so angelegt, dass sie den Blick gezielt lenken. Von bestimmten Terrassen aus fällt der Blick direkt auf die Küstenlinie, von anderen aus stärker auf die Stadt. Diese Ausrichtung ist kein Zufall, sondern Teil der Gesamtplanung des Geländes. Die Lady Buddha selbst ist so positioniert, dass sie mit ihrer Vorderseite Richtung Meer blickt.
Die Kombination aus Höhenlage, freiem Horizont und offener Architektur macht die Linh-Ung-Pagode zu einem Aussichtspunkt, der nicht nur religiös, sondern auch landschaftlich wahrgenommen wird. Gerade bei klarer Sicht entsteht eine Verbindung zwischen Tempelanlage, Meer und Stadt, die diesen Ort von innerstädtischen Sehenswürdigkeiten unterscheidet.
Die Sơn-Trà-Halbinsel ragt wie eine natürliche Barriere in das Südchinesische Meer hinein. Dadurch ist die Pagode starken Winden ausgesetzt, besonders während der Monsunzeit. An windigen Tagen ist auf den offenen Terrassen deutlich spürbar, wie exponiert der Standort ist.
Die Sichtverhältnisse verändern sich im Tagesverlauf stark. Am Morgen liegt die Stadt oft noch im weichen Licht, während die Statue klar vom Himmel abgegrenzt erscheint. Am späten Nachmittag kann sich Dunst über das Meer legen, wodurch die Fernsicht eingeschränkt wird.
Während der Regenzeit kann Nebel die Höhenlage zeitweise einhüllen. In solchen Momenten wirkt die Statue fast isoliert vom restlichen Stadtbild. Diese klimatischen Faktoren prägen das Erlebnis stärker, als es auf Karten oder Fotos erkennbar ist.
Gerade diese offene Lage macht die Linh-Ung-Pagode jedoch zu einem Ort, an dem sich Stadt, Meer und Landschaft unmittelbar begegnen.

Eintritt, Öffnungszeiten und praktische Hinweise
Die Linh-Ung-Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel ist frei zugänglich. Es wird kein Eintritt erhoben. Besucher können das Gelände ohne Ticket betreten und sich frei zwischen Tempelhalle, Statue und Gartenbereichen bewegen. Spendenboxen sind vorhanden, doch es besteht keine Verpflichtung.
Die Anlage ist täglich geöffnet, in der Regel von den frühen Morgenstunden bis in den Abend. Konkrete Uhrzeiten können sich saisonal leicht verändern, doch viele Besucher kommen bereits kurz nach Sonnenaufgang oder in den späten Nachmittagsstunden. Diese Tageszeiten gelten als besonders angenehm, da die Temperaturen auf der Halbinsel tagsüber deutlich ansteigen können.
Die Anfahrt erfolgt meist mit dem Roller, Taxi oder privaten Fahrer. Öffentliche Busverbindungen sind auf der Sơn-Trà-Halbinsel eingeschränkt. Die Straße ist asphaltiert und gut ausgebaut, führt jedoch in mehreren Kurven bergauf. Wer mit dem Roller unterwegs ist, sollte sich der Steigung bewusst sein. Parkflächen befinden sich nahe dem Eingangsbereich der Pagode.
Kleidung spielt eine Rolle, da es sich um eine religiöse Anlage handelt. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, besonders beim Betreten der Tempelhalle. Laute Gespräche oder respektloses Verhalten werden nicht gern gesehen. Fotografieren ist im Außenbereich problemlos möglich, im Inneren der Halle sollte jedoch Rücksicht genommen werden.
Ein weiterer praktischer Punkt betrifft die Umgebung der Halbinsel selbst. Auf der Sơn-Trà-Halbinsel leben Affen, die sich gelegentlich auch in der Nähe der Pagode zeigen. Lebensmittel sollten nicht offen getragen werden, und Taschen sollten geschlossen bleiben. Die Tiere sind an Menschen gewöhnt, bleiben jedoch Wildtiere.
Wer ausreichend Zeit einplant, kann neben der Lady Buddha auch die ruhigeren Bereiche der Anlage erkunden. Für einen Besuch werden häufig zwischen 45 Minuten und 90 Minuten eingeplant, abhängig davon, wie intensiv man sich mit dem Gelände beschäftigt.
Linh-Ung auf Sơn Trà oder Linh-Ung in Ba Na Hills?
Der Name Linh-Ung sorgt bei vielen Reisenden für Verwirrung. In Đà Nẵng gibt es nicht nur eine Pagode mit diesem Namen. Neben der Linh-Ung-Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel existiert auch eine Linh-Ung-Pagode in den Ba Na Hills. Beide gehören zum buddhistischen Kontext der Region, unterscheiden sich jedoch deutlich in Lage, Atmosphäre und Wahrnehmung.
Die Linh-Ung-Pagode auf Sơn Trà liegt direkt am Meer auf einer bewaldeten Halbinsel. Sie ist vor allem durch die 67 Meter hohe Lady-Buddha-Statue bekannt. Der Zugang ist frei, und die Anlage wird sowohl von Einheimischen als auch von Besuchern genutzt. Der Charakter ist offen und weitläufig, mit starkem Bezug zur Küstenlandschaft.
Die Linh-Ung-Pagode in den Ba Na Hills hingegen befindet sich in einem touristisch stark erschlossenen Berggebiet westlich von Đà Nẵng. Der Zugang erfolgt meist über das Seilbahnsystem der Ba Na Hills, das Teil eines Freizeit- und Themenparkkomplexes ist. Dort steht ebenfalls eine große Buddha-Statue, jedoch in einer anderen Umgebung und mit anderer architektonischer Einbettung.
Wer nach der Linh-Ung-Pagode sucht, sollte daher klar zwischen beiden Standorten unterscheiden. Die Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel ist unabhängig vom Freizeitpark zugänglich und stärker mit dem Stadtbild von Đà Nẵng verbunden. Die Variante in den Ba Na Hills ist in ein touristisches Gesamterlebnis integriert.
Für viele Besucher ist die Lady Buddha auf Sơn Trà das bekanntere Motiv, da sie von weiten Teilen der Stadt sichtbar ist. Die Unterscheidung ist wichtig, um Fehlplanungen bei der Anfahrt zu vermeiden und den richtigen Standort anzusteuern.
Ein weiterer Unterschied zwischen beiden Standorten liegt in der Besuchsdynamik. Die Linh-Ung-Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel ist frei zugänglich und unabhängig von Eintrittssystemen. Besucher können die Anlage ohne zeitliche Begrenzung betreten und verlassen. In den Ba Na Hills ist der Zugang an das Seilbahnsystem und das dortige Freizeitgelände gebunden. Dadurch entsteht eine andere Besuchsstruktur mit festen Ankunfts- und Abfahrtszeiten.
Auch die landschaftliche Einbettung unterscheidet sich deutlich. Sơn Trà verbindet Meer und Wald in unmittelbarer Nähe zur Stadt. Die Ba Na Hills liegen weiter im Landesinneren in höherer Berglage mit anderem Klima. Während auf Sơn Trà häufig Meereswind und salzhaltige Luft spürbar sind, herrscht in den Ba Na Hills oft kühlere, bergtypische Luft.
Schließlich ist auch die visuelle Wahrnehmung eine andere. Die Lady Buddha auf Sơn Trà ist von der Küste und aus vielen Stadtteilen sichtbar und wirkt dadurch als ständiger Bestandteil des Stadtbildes. Die Linh-Ung-Pagode in den Ba Na Hills bleibt hingegen an ihren Standort gebunden und ist außerhalb des Areals kaum wahrnehmbar.
Lohnt sich die Linh-Ung-Pagode auch ohne religiösen Hintergrund?
Die Linh-Ung-Pagode wird oft im Zusammenhang mit Buddhismus und spiritueller Praxis genannt. Gleichzeitig besuchen viele Menschen die Anlage, ohne einen religiösen Bezug zu haben. Die Frage, ob sich der Ort auch unabhängig vom Glauben lohnt, stellt sich daher regelmäßig.
Ein wesentlicher Aspekt ist die Lage. Die Pagode verbindet Höhenlage, Küstenblick und weitläufige Außenflächen. Selbst ohne religiöse Motivation bietet der Ort eine Kombination aus Aussichtspunkt und architektonischer Anlage. Die Wege sind offen zugänglich, die Terrassen erlauben weite Blicke über Stadt und Meer. Dieser landschaftliche Rahmen steht für sich.
Hinzu kommt die Wirkung der Lady-Buddha-Statue als Bauwerk. Mit 67 Metern Höhe prägt sie das Gelände deutlich. Ihre Größe und Position erzeugen eine klare visuelle Dominanz. Auch ohne Kenntnis der buddhistischen Symbolik wirkt die Konstruktion als technisches und architektonisches Element.
Die Atmosphäre unterscheidet sich spürbar von rein touristischen Attraktionen. Es gibt keine Bühnen, keine Shows und keine Verkaufsstände im unmittelbaren Tempelbereich. Besucher bewegen sich in einem ruhigen Umfeld, das eher durch Spaziergänge und Fotomotive als durch Unterhaltung geprägt ist.
Wer sich für Stadtpanoramen interessiert, findet hier einen Blickwinkel, der im Zentrum von Đà Nẵng nicht erreichbar ist. Die Kombination aus Meer, Skyline und Höhenlage verleiht der Anlage einen eigenständigen Charakter. Damit bleibt die Linh-Ung-Pagode nicht auf einen religiösen Kontext beschränkt, sondern funktioniert auch als landschaftlich und architektonisch markanter Ort innerhalb der Region.

Weiterführende Informationen zur Linh-Ung-Pagode
Lady Buddha und Linh-Ung-Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel
https://www.vietnam.vn/de/anh-phan-biet-3-ngoi-chua-cung-ten-linh-ung-noi-tieng-o-da-nang
Dieser deutschsprachige Beitrag erläutert die Unterschiede zwischen den drei Linh-Ung-Pagoden in Đà Nẵng und beschreibt die 67 Meter hohe Lady-Buddha-Statue auf der Sơn-Trà-Halbinsel. Er liefert Hintergrundinformationen zur Lage, zur symbolischen Bedeutung und zur architektonischen Einordnung der Anlage.Đà Nẵng – Sehenswürdigkeiten und Lady Buddha
https://www.guidable.com/de-de/vietnam/da-nang/da-nang
Der Reiseführer bietet eine deutschsprachige Übersicht zu zentralen Sehenswürdigkeiten in Đà Nẵng, darunter die Linh-Ung-Pagode und die Lady Buddha. Neben Lage und Zugang werden auch landschaftliche Besonderheiten der Sơn-Trà-Halbinsel beschrieben.Lady Buddha – Hintergrund, Bedeutung & Besuchserfahrung
https://nomads-hit-the-road.com/lady-buddha-da-nang/
Dieser deutschsprachige Reisebericht stellt die 67 Meter hohe Lady-Buddha-Statue vor, beschreibt symbolische Elemente wie das „dritte Auge“ der Figur und deren religiöse Bedeutung. Ergänzend werden praktische Aspekte des Besuchs wie Anfahrt, Atmosphäre und mögliche Highlights auf dem Gelände erläutert.
Wie lässt sich der Besuch der Linh-Ung-Pagode in einen Ausflug integrieren?
Die Linh-Ung-Pagode liegt nicht isoliert, sondern ist Teil der Sơn-Trà-Halbinsel. Wer den Weg dorthin plant, kann den Besuch gut in einen halbtägigen Ausflug einbinden. Dabei bieten sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte an: Landschaft und Aussicht oder Geschichte und religiöser Kontext.
Variante 1: Landschaft und Panorama
Die Fahrt zur Pagode führt über eine kurvenreiche Straße durch bewaldetes Gebiet. Bereits unterwegs öffnen sich immer wieder kleine Aussichtspunkte. Wer mit dem Roller unterwegs ist, kann an markierten Stellen anhalten und den Blick auf die Küstenlinie genießen. In Kombination mit der Linh-Ung-Pagode entsteht so eine Strecke, die weniger als reine Tempelbesichtigung wahrgenommen wird, sondern als landschaftlicher Ausflug.
Nach dem Besuch der Pagode lässt sich die Fahrt weiter entlang der Halbinsel fortsetzen. Dort befinden sich zusätzliche Aussichtspunkte und kleinere Buchten. Besonders bei klarem Wetter entsteht eine Verbindung zwischen Meer, Stadt und Höhenlage, die vom Zentrum Đà Nẵng aus nicht erlebbar ist.
Variante 2: Geschichte und religiöser Kontext
Wer sich stärker für religiöse Architektur interessiert, kann den Besuch der Linh-Ung-Pagode mit weiteren buddhistischen Orten in der Region kombinieren. Die Anlage selbst bietet mit der Lady Buddha und der Haupttempelhalle bereits mehrere Ebenen spiritueller Symbolik. In Verbindung mit anderen Pagoden in Zentralvietnam entsteht ein Bild davon, wie buddhistische Architektur im modernen Vietnam weiterentwickelt wird.
Auch ohne tiefgehende religiöse Vorkenntnisse wird deutlich, dass die Lady Buddha nicht nur als Fotomotiv dient, sondern eine Schutzsymbolik trägt, die besonders in Küstenregionen Bedeutung hat. Der Standort über dem Meer verstärkt diese Interpretation.
Durch diese beiden möglichen Schwerpunkte lässt sich der Besuch flexibel gestalten. Die Linh-Ung-Pagode kann als eigenständiger Programmpunkt besucht oder in eine größere Route auf der Sơn-Trà-Halbinsel eingebunden werden.
Fazit
Die Linh-Ung-Pagode auf der Sơn-Trà-Halbinsel gehört zu den markantesten Orten in Đà Nẵng. Ihre Bekanntheit verdankt sie vor allem der 67 Meter hohen Lady-Buddha-Statue, die von vielen Punkten der Stadt aus sichtbar ist. Gleichzeitig ist sie mehr als nur ein einzelnes Fotomotiv. Die Kombination aus Tempelanlage, Höhenlage und weiter Aussicht über Meer und Küste verleiht dem Ort eine eigenständige Rolle innerhalb der Region.
Die Anlage ist frei zugänglich, klar strukturiert und gut erreichbar. Wer sich für buddhistische Architektur interessiert, findet hier eine moderne, offene Tempelanlage mit traditionellen Elementen. Wer eher landschaftliche Perspektiven sucht, erhält einen erhöhten Blick über Stadt und Küstenlinie.
Im Vergleich zu anderen Sehenswürdigkeiten in Đà Nẵng steht die Linh-Ung-Pagode für eine ruhigere Form des Besuchs. Es gibt keine zeitlich begrenzten Shows oder inszenierten Programmpunkte. Der Aufenthalt lässt sich flexibel gestalten, abhängig von Tageszeit und Besucheraufkommen.
Die Unterscheidung zwischen der Linh-Ung-Pagode auf Sơn Trà und der gleichnamigen Anlage in den Ba Na Hills ist wichtig für die Planung. Wer die Lady Buddha direkt über dem Meer sehen möchte, fährt auf die Halbinsel.
Damit nimmt die Linh-Ung-Pagode eine klare Position ein: Sie verbindet religiöse Architektur, Aussichtspunkt und städtische Identität in einem einzigen Ort.